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Reisebericht Neuseeland Reiseblog
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(M)eine Reisephilosophie
Die meisten Reisenden, denen man begegnet, haben einen ziemlich straffen Reiseplan in der Tasche: 3 Tage da, 1 Tag dort, dieses Museum und dieses Denkmal... Sie wollen in ihrer Reisezeit möglichst viel sehen. Flüge sind gebucht, Unterkünfte reserviert und gebucht. Viel Möglichkeit die Reise zu verändern bleibt da nicht. Der Reiseplan muss durchgezogen werden, egal ob es einem an einem Ort gefällt oder nicht.

Mit dieser Art des Sight-Seeing Tourismus hab ich mich noch nie anfreunden können. Auch will ich nicht Reisen, um danach sagen zu können, ich war dort und dort und hab all die tollen Tempel gesehen, das alleine macht für mich keinen Sinn. Wenn ich an einen Ort komme, an dem ich noch nie war und der mir gefällt, gibt es da so viel zu sehen, zu entdecken, zum empfinden, zu erfahren, dass ich es als sehr schade empfinden würde, so einen Platz nach 1 oder 2 Tagen wieder zu verlassen. Da kann ich ja gleich einen Bildband aufschlagen und mich durch das Land blättern. Nach so kurzer Zeit habe ich persönlich noch nichts mitgekriegt von der Gegend, von Land und Leuten und von der Lebensart, von der Atmosphäre des Ortes.
Bei einer Reise passieren viele Dinge, die man einfach nicht kennt, und die man daher auch nicht planen kann, außer man ist ein Hellseher. Gerade bei so exotischen Ländern.

Ich versuche daher so zu reisen, dass man viel vor Ort entscheiden kann, wenn mir ein Ort gut gefällt, dann koste ich ihn aus. Nehme mir die Zeit die ich brauche, um mich dort einzuleben. Wenn dadurch mein Reiseplan, der ja nur eine grobe Orientierung war, durcheinandergerät, ist mir das wurscht. Und wenn der Rückflug näher rückt, und ich noch nicht überall dort war, wo ich ursprünglich hin wollte, so ist das eben so.